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Schule / Bildung

Höchst interessant! -Vorschulkinder auf archäologischen Spuren

Veröffentlicht am 21. April 2016 von botingo-redakteur-14


Altenstadt/Höchst. Im Rahmen eines Ausfluges waren die Vorschulkinder der Kita "Die kleinen Strolche" mit ihrer Erzieherin Frau Schneider im neuen Baugebiet von Höchst an der Nidder. Dort werden gerade die neuen Straßen von einem großen Bagger ausgehoben. Aber nicht nur das war für die Kinder sehr aufregend. Auch dass, was sich da so in den oberen Erdschichten zeigt, nämlich Überreste aus einer eisenzeitlichen Besiedlung vor ca. 2000 bis 2500 Jahren.

Vor Ort ist die Archäologin Frau Müller, die auf der Baustelle Untersuchungen zu den Fundstücken aus der alten Siedlung anstellt. Es wurden schon verschiedene Fundstellen abgesteckt, die dann von ihr nach archäologisch wertvollen Keramikscherben oder Steinen untersucht werden. Bisher geht man nur von sogenanntem "Siedlungsmüll" aus, so nennt man Scherben und Fundstücke die beim verlassen der Siedlung zurück gelassen wurden. Da keine Knochen oder ähnliches gefunden wurden, schloss man auf eine Siedlung, da sich die Friedhöfe zu dieser Zeit immer außerhalb befanden.

Anhand verschiedener Keramikscherben, erklärte Frau Müller kindgerecht aus welcher Zeit diese Scherben stammen und das sie vor langer Zeit wohl mal ein Vorratsgefäß waren. Sie veranschaulichte die ungefähre Größe, sowie Beschaffenheit des "Sonntagsgeschirrs" der Kelten, mit kleinen Rillen, was zur damaligen Zeit zumeist noch nicht auf einer Töpferscheibe, sondern von Hand geformt wurde. Die Expertin datiert die Fundstücke auf die Eisenzeit (ca. 400-0 v.Ch.), deren Volksgruppe auch als "die Kelten" bekannt sind. Diese hatten in dieser Zeit verschiedene Gebiete besiedelt und Siedlungen erbaut.

An einer Fundstelle, erläuterte die Archäologin, dass sich hier einmal ein Vorratsraum auf Pfosten befunden haben muss. Durch den erhöhten Bau waren die Vorräte sicher geschützt vor Mäusen und Kleintieren. Die Kinder konnten die Überreste der Pfosten aus der Vergangenheit anhand der verschiedenfarbigen Erdflächen erkennen.

Einige Meter weiter, wurde erklärt, dass hier einmal ein Baum gestanden haben muss, der entwurzelt wurde. In das Wurzelloch fiel anschließend neue Erde und wurde verdichtet. Diese neue Erde hat eine andere Färbung als das Umfeld. Es ist also auch noch nach vielen Tausend Jahren erkennbar, wo einmal ein Baum gestanden hat.

Wichtige archäologische Fundstätten hier in Hessen sind z.B. der Glauberg und der Dünsberg. Viele Kinder konnten bereits einen Besuch im Keltenmuseum auf dem Glauberg bejahen.

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