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Schule / Bildung

Kurse der Otto-Hahn-Europaschule besuchen Gedenkstätten in München

Veröffentlicht am 08. Februar 2018 von mw


Die Geschichtskurse des Jahrgangs 13 unter der Leitung der Oberstudienräte Angela Kirchhoff und Klaus Gottfried haben Ende Januar 2018 eine zweitägige Exkursion nach München unternommen.

Nach der Ankunft des Zuges im Münchner Hauptbahnhof, fuhren die Teilnehmer anschließend weiter bis zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Dort begann eine vierstündige Führung. Wichtig war die Ankündigung, den Besuch nicht als Touristenattraktion anzusehen, sondern die historischen Ereignisse zu begreifen und die Gedenkstätte als Mahnmal zu verstehen.

Ein Museumspädagoge führte über das gesamte, teils rekonstruierte Gelände, zuerst mit den Baracken, in denen die damaligen schrecklichen Lebensbedingungen deutlich wurden. Nachhaltig beschäftigt hat die Abiturienten der Bau, in dem das Krematorium und die Gaskammer grausame Wirklichkeit wurden. An dem Ort zu stehen, über den im Unterricht viel gesprochen wurde, rief bei den jungen Leute ein deutlich beklemmenderes Gefühl hervor, als nur davon zu lesen oder sich theoretisch über Schulbücher mit dieser Vergangenheit zu beschäftigen. Museum und ehemaliger Gefängnistrakt schlossen sich an.

Alle bekamen einen Überblick über die in Europa verteilten Konzentrationslager. Es wurde bewusst, mit welcher Systematik die Häftlinge kategorisiert, überwacht und psychisch unter Druck gesetzt wurden. Interessant und neu war dann die Tatsache, dass erst lange nach 1945 erste religiöse Gedenkstätten verschiedener Konfessionen auf dem Gelände errichtet wurden. "Obwohl uns die Führung schockierte und auch sehr nahe ging, war sie einfühlsam gestaltet, informativ und in keiner Weise langatmig", sagten die Schülerinnen und Schüler übereinstimmend.

Nach einer Nacht im Hotel ging es am nächsten Morgen weiter zur Technischen Universität München. Dort wurde eine im Hauptgebäude untergebrachte Ausstellung zur Widerstandsgruppe "Weiße Rose" besucht. Ausgestellt werden dort original Flugblätter und Schriften der oppositionellen Gruppe um die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Sehr beeindruckt hat der Mut der jungen Studenten, sich damals unter Lebensgefahr zu ihrer, den Nazis widersprechenden Meinung zu bekennen.

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